Kunden gewinnen [Teil 2] | Freelancer werden

Hier kommt der zweite Teil des „Kunden gewinnen“ Artikels. Hier finden sich noch weitere Ideen wie man an Kunden kommen kann, zum Beispiel durch Job Portale, eine Agentur oder Werbung. (Hier geht’s zum ersten Teil)

Klassische Job-Portale

Es gibt etliche Job-Portale, die meisten sind allgemein gehalten und dann gibt es zum Beispiel dasAuge.de. Ich persönlich habe meinen Fokus noch nicht wirklich auf diese Portale gelegt, weil die meisten Jobgesuche für Festangestellte gelten, allerdings kann man auch manchmal Glück haben und es sind ein paar Freelance Aufträge dabei, außerdem nehmen einige Firmen auch einen Freiberufler, obwohl das Stellengesuch sich auf eine Festanstellung bezogen hat. Also ist es absolut ok, sich trotzdem zu bewerben, vielleicht hat man ja Glück.

Sehr hilfreich sind die Suchagenten auf den verschiedenen Jobportalen, wo man einmal seine Daten eingegeben hat und dann regelmäßig Emails bekommt, wenn Jobs reingekommen sind, die deinen Kriterien entsprechen. Das erspart die das ewige durchforsten der Webseiten.

Eine sehr coole Lösung bietet jetzt jobspotting.com. Jobspotting durchforstet einfach selbst alle erdenklichen Jobportale. Du gibst auch da einfach deine Kriterien ein und wirst benachrichtigt, wenn auf irgendeiner Jobseite ein Stellengesuch mit deinen Anforderungen auftaucht. Gibts auch als iOS App.

Designerdock – Arbeitsagentur für Designer

Designerdock.de ist kein Jobportal, sondern eine Agentur die sich auf die Jobvermittlung von Design-Jobs spezialisiert hat. Man kann sich über die Webseite bzw. telefonisch bei Designerdock melden und muss denen einige Grundinfos und das Portfolio zuschicken. Es gibt in den einschlägigen deutschen Städten Designerdock-Büros und wenn das Portfolio, das du denen geschickt hast, gut aussieht, wirst du in das Büro in deiner Nähe zu einem Gespräch eingeladen. Dort bespricht man mit einem netten Mitarbeiter alle Eckdaten und er/sie kitzelt alles aus einem raus: Besondere Kenntnisse, Festanstellung oder Freiberuflich usw.

Nach dem Gespräch setzt man einen Vertrag auf, der besagt dass man 10% vom Honorar der vermittelten Jobs ans Designerdock abgibt. Finde ich absolut ok und irgendwie müssen die sich ja über Wasser halten. Diese Regelung gilt aber nicht auf alle Ewigkeit sondern nur bei jedem neuen Kunden für eine bestimmte Zeit. Irgendwann ist es dann DEIN Kunde und du musst keine Provision mehr bezahlen.

Das gute am Designerdock ist, dass man wirklich Jobs bekommt, die auf dein Profil passen und das man einfach jemanden im Hintergrund hat, der dir eventuell einfach mal einen Auftrag zuschiebt. Außer der 10% muss man übrigens nichts zahlen. Trotz der ganzen Vorteile des Designerdocks darf man sich nicht nur darauf verlassen und nach der Anmeldung seine Auftragssuchen aufgeben, denn man weiß nie wie viele oder wenige Jobs man vermittelt bekommt. Aber das gilt für alle Methoden: Immer mehrgleisig fahren.

 

„Viele kleine Dinge wurden durch die richtige Art von Werbung groß gemacht.“- Mark Twain

 

Aufträge durch Aufträge durch Aufträge

Hat man erstmal die ersten Aufträge als Freelancer eingesackt, wird es von Zeit zu Zeit immer einfacher an neue Aufträge zu kommen. Denn je mehr Jobs man hat, desto mehr Leute kennen deine Arbeit und deine Fähigkeiten und wenn du gut bist, wirst du weiterempfohlen und je besser du bist, desto eher verbreitet dein Name sich wie ein Lauffeuer unter den Managern und Geschäftsführern. Wenn du ganz sicher gehen willst, kannst du deinem Auftraggeber am Ende des Auftrages auch gern bitten dich weiter zu empfehlen. Da braucht man keine falsche Scheu haben, das ist absolut üblich und okay.

Heute bin ich an einem Punkt wo ich quasi sämtliche Jobsuchen einstellen konnte, weil die Jobs durch Mundpropaganda auf mich zukommen. Das klingt vielleicht etwas arrogant, soll es aber gar nicht, sondern nur zeigen wohin die Reise führen kann und auch wird, wenn man es richtig macht.

Falls es doch mal eine Flaute geben sollte ist ein guter, aber einfacher Tipp: Schreibe Kunden an, für die du in Vergangenheit schon was gemacht hast und frag ob sie was für dich haben. Oftmals führt das zu Erfolg, weil einige Firmen bestimmte grafische Arbeiten in der Pipeline haben, an die sie nicht mehr gedacht haben, aber wenn sie deinen Namen lesen erinnern sie sich dran und es kann losgehen.

Was ist mit Werbung?

Eine Sache die scheinbar viele Leute umtreibt, die sich selbstständig machen wollen, ist Werbung. Darf und sollte man Werbung für sich machen, wenn man Freiberufler ist? Ich habe schon einmal die Frage bekommen, ob man denn als Freiberufler überhaupt Werbung machen darf weil man ja im Prinzip keine richtige Firma ist. Die Antwort ist einfach: Ja, darf man. Auch wenn man keine UG oder GmbH ist, betreibt man natürlich ein Geschäft und darf mit allen Mitteln Werbung für seine Dienstleistung machen.

Die andere Frage ist, ob man Werbung machen sollte. Werbung ist natürlich ein weiter Begriff. Das kann von Flyern und Anzeigen in Zeitschriften über gezielte online Werbung und sponsored Posts auf Twitter gehen. Aber auch Blogeinträge die auf bestimmte Keywords abzielen, würde ich als Werbung bezeichnen. Heutzutage und in unserer Branche würde ich komplett von Printwerbung absehen. Printwerbung ist teuer und ungezielt. Man lässt sich 1000 Flyer drucken, rennt wie bekloppt durch die Gegend und wenn man Glück hat, wird man von „Pizzaria Picobello“ angerufen, die vielleicht eine neue Visitenkarte wollen, aber das für 50€.

Viel effektiver ist gezielte Werbung über Google, Facebook oder Twitter. Der Vorteil dieser Werbeformen ist, dass man sehr gezielte Filter einstellen kann, die eine ganz spezielle Gruppe von Menschen ansprechen. Dann legt man fest wie viel Geld man über welchen Zeitraum für die Werbung ausgeben möchte und hat dadurch auch eine finanzielle Sicherheit. Weiterer Vorteil ist, dass man auch verschiedene Bilder ausgeben lassen kann und diese werden automatisch AB-getestet und es wird nach kurzer Zeit nur noch das Bild ausgeliefert, das am besten funktioniert. Man sieht hier also ganz klar die Vorteile von gezielter online Werbung gegenüber den alten Werbemedien.

 


 

Falls euch noch weitere Möglichkeiten einfallen um an Kunden zu kommen, schreibt es gern in die Kommentare. Ich freue mich über euer Feedback.

Ich würde mich auch wahnsinnig freuen, wenn ihr den Artikel auf Facebook, Twitter usw. teilt.

Liebe Grüße,
Chris

Apple, the Apple logo and iPhone are trademarks of Apple Inc., registered in the U.S. and other countries.
 

Chris

UX Design Freelancer aus Berlin. Nie müde Projekte und Experimente nebenher zu betreiben. Ehemann, Vater und überzeugter Pflanzenfresser.