Macaw

Macaw ist eine Webdesign Software, mit der man Responsive Websites gestalten kann, ohne Kenntnisse in HTML, CSS oder anderen Programmiersprachen haben zu müssen. Für Designer ist Macaw vielleicht ein sehr gutes Programm, denn wer NUR Designer ist und keine Kenntnisse als Entwickler hat, ist in der Regel darauf angewiesen einen Entwickler zu bezahlen, oder aber man nutzt fertige Templates und Systeme wie WordPress oder Squarespace. Das Problem an den fertigen Systemen ist natürlich, dass man wenig gestalterische Freiheiten hat. Mit Macaw kann man von Grund auf alles selbst gestalten und muss sich nicht viel Gedanken um die Umsetzung machen. Das versprechen die Hersteller zumindest.

Wie einfach ist Macaw wirklich?

Macaw USPs

Copyright by Macaw LLC

Es ist zur Zeit noch schwierig die Funktionalität von Macaw zu beurteilen, da noch keine vernünftige Dokumentation beziehungsweise Anleitung zu dem Programm vorliegt. Ich habe das Tool bereits selbst getestet, bin aber an eineigen Stellen auf schwerwiegende Bugs getroffen, oder aber ich bin in eine Sackgasse geraten, an der ich nicht weiter wusste. Ich bin bereits erfahren im Umgang mit Webflow und dachte, das würde mir beim Einsteig in Macaw von Vorteil sein. Das ist alllerdings nur sehr bedingt der Fall. Ich wusste häufig nicht weiter und war mir nicht klar darüber, ob meine Gestaltung semantisch Sinn ergibt oder nicht, also ob ich mit meiner Gestaltung am Ende auch sauberen Code erhalte. Obwohl die Hersteller versprechen, dass man KEINE Ahnung von Coding haben muss, habe ich ein anderes Gefühl gehabt. Man hat Sektionen und Boxen und als reiner Designer, weiß man nicht unbedingt was man womit kombinieren kann, beziehungsweise, ob es Sinn macht.

Es muss noch viel passieren

Mein Vorfreude auf Macaw war sehr groß, nach der erfolgreichen Kickstarter Kampagne und deshalb hab ich mir sofort die Trial heruntergeladen, als das Programm endlich verfügbar war, aber bereits nach zwei Stunden bin ich an den Punkt gekommen, auf den ich mich eigentlich am meisten gefreut habe, nämlich die Funktionen des Responsive Designs. Genau an diesem Punkt hat sich innerhalb von Sekunden alles zerschossen was ich bis dahin erstellt habe und ich habe nicht verstanden warum und konnte es ohne Hilfe auch nicht mehr beheben. So einfach wie die Macaw Macher ihr Programm darstellen ist es noch lange nicht. Im Großen und ganzen bin ich recht enttäuscht von Macaw, denn ich habe mich sehr nach einer Webflow Alternative gesehnt, die erstens nur einmal bezahlt werden muss und zweitens ein Client ist und kein Webtool.

Fazit: Es ist zwar nach der kurzen Testzeit etwas Schwierig ein Fazit zu erstellen, aber ich wage es trotzdem. Macaw ist eine Webdesign Software mit hohem Potential, aber es muss noch sehr viel passieren. Es sind viele Bugs vorhanden und das Programm ist alles andere als selbsterklärend. Es muss eine Dokumentation her und umfangreiche Videotutorials, ansonsten wird es Webflow nie den Rang ablaufen können.

Macaw ist für Windows und Mac verfügbar, kostet 179$, bietet aber eine 30-tägige Trial Version an.

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Das DesignDash Let’s Design von Macaw:

 

Chris

UX Design Freelancer aus Berlin. Nie müde Projekte und Experimente nebenher zu betreiben. Ehemann, Vater und überzeugter Pflanzenfresser.