Sketch 3

Es gibt kaum einen Webdesigner, der noch nichts von Sketch gehört hat. Das ist gut so, denn die meisten Designer arbeiten nach wie vor, hauptsächlich mit Photoshop um Webseiten zu gestalten. Das Problem ist, dass Photoshop nicht für Webdesign gemacht wurde, Sketch 3 aber schon.

Was kann Sketch 3, das Photoshop nicht kann?

Sketch 3 USPs | Copyright by Bohemian Coding

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Der Aufbau von Sketch 3 und Adobe Photoshop ist schonmal grundverschieden. Das liegt daran, dass Photoshop ein Programm mit tausenden Funktionen ist und ursprünglich nur ein Fotobearbeitungsprogramm war, dass aber zu einem Monster herangewachsen ist. Mittlerweile hat es Funktionen für Vektoren, 3D-Design, Print und Webdesign bekommen. Sogar ein paar Sachen von inDesign wurden übernommen. Es kann alles, aber vieles nicht richtig. Sketch hingegen wurde nur für ein Ziel erstellt und zwar Webdesign und User Interface Design (UI Design). Wo man sich in Photoshop als Anfänger in unzähligen Panels und Menüs verirrt und nicht weiß wo oben und unten ist, findet man bei Sketch 3 eine sehr aufgeräumte Oberfläche und es ist einem relativ schnell klar, wie die Grundfunktionen arbeiten. Um die wahre Tiefe des Programms zu verstehen muss man sich allerdings schon etwas mehr mit Sketch beschäftigen. Man darf nicht vergessen, Sketch 3 ist eine Anwendung für professionelle Designer und bietet einen sehr umfangreichen Funktionsumfang. Zum Glück gibt es eine tolle online Dokumentation.

Ist der Umstieg auf Sketch 3 leicht?

Vor einigen Monaten habe ich versucht ein Projekt mit Sketch 2 zu erstellen und bin an einigen Bugs und unlogischen Stellen hängen geblieben. Zum einen glaube ich, dass es wirklich an bestimmten Bugs lag, zum anderen muss ich aber gestehen, dass ich mich nicht ausreichend mit dem Programm auseinander gesetzt habe. Sketch 3 läuft wesentlich besser und es wurden viele Funktionen optimiert und vereinfacht. Zum Beispiel kann man nun extrem leicht Assets exportieren. Dazu wählt man nur mit dem „Slice“ Werkzeug das entsprechende Objekt aus und kann es über den Export-Dialog perfekt exportieren. Man muss nicht wie in Photoshop einen Kasten um das Objekt aufziehen, die Begrenzungen erkennt Sketch 3 von alleine. So kann man also mit wenigen Mausklicks ein umfangreiches Iconset in unterschiedlichen Auflösungen exportieren.
Auch mehrere Artboards sind in Sketch möglich und Symbole, ähnlich wie in Adobe Fireworks kann man ebenfalls anlegen. So ist es möglich ein Objekt an vielen Stellen eines Designs zu haben, man muss es aber nur einmal ändern und alle anderen Kopien ändern sich automatisch mit. Das selbe gilt für Formatvorlagen für Text.

Für einen eingefleischten Photoshop User ist der Umstieg sicherlich nicht leicht, das liegt aber nicht daran, dass Sketch 3 schwierig ist, sondern daran dass die Shortcuts andere sind und die herangehensweise bei Sketch eine völlig andere ist. Alles basiert auf Vektoren und alles ist logisch. Ein Photoshop User ist es gewohnt zu tricksen und hat sich eigenartige Workarounds angewöhnt, die in Sketch 3 nicht mehr notwendig sind. Das ist zwar gut, aber man muss sich erst daran gewöhnen, dass alles logisch ist.

Fazit:
Sketch 3 ist ein geniales Tool für Web- und UI-Design. In der neuen Version wurden alle Punkte ausgemerzt die ich früher zu bemängeln hatte und wenn man sich nur ausreichend mit dem Programm befasst hat, möchte man es nicht mehr missen. Ob man nun endgültig umsteigt, oder es zumindest für bestimmte Zwecke verwendet ist, bei jedem sicherlich unterschiedlich, aber ich bin sicher: wer sich einmal vernünftig mit Sketch befasst hat, wird es nicht mehr deinstallieren.

Sketch 3 ist für Mac OS X verfügbar. Es kostet zur Zeit noch 44,99€  69,99 € im AppStore, es ist aber eine 14-Tägige Trial verfügbar.

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Chris

UX Design Freelancer aus Berlin. Nie müde Projekte und Experimente nebenher zu betreiben. Ehemann, Vater und überzeugter Pflanzenfresser.